Spendenaufruf für eine neue Orgel

Ist es denn nicht vernünftiger, die alte Orgel zu restaurieren?
Die derzeit in der Kreuzkirche stehende Orgel wurde 1961 gebaut. Es handelt sich um ein von der Firma Walcker hergestelltes Fertiginstrument, das damals durch eine großzügige Einzelspende beschafft werden konnte.
Allerdings war dies nicht mehr als ein Provisorium, um die aktuelle Notsituation der Kirchenmusik zu überbrücken. Die damals von der Firma Walcker in Masse gefertigten Kompaktorgeln dieses Typs wurden, im Gegensatz zu aus traditionellen Orgelbauwerkstätten stammenden Einzelanfertigungen, nicht im Hinblick auf eine über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte andauernde Kirchenmusikpflege hergestellt.
Dies galt umso mehr unter den hiesigen klimatischen Bedingungen. Dass das Walckersche Instrument diesen in keiner Weise gewachsen war, stellte sich schon in den 70er Jahren heraus. Die Situation wurde in den 80er Jahren unerträglich.
Daher wurde die alte Orgel 1985 durch eine kostenaufwendige Instandsetzung wieder spieltüchtig gemacht.

So könnte die neue Orgel aussehen

Leider traten aber bald die gleichen Probleme – undichte Windladen, schlechte Stimmhaltung, anfällige Mechanik, unzuverlässige Pfeifenansprache – erneut auf.
Inzwischen müssen oft vor dem Gottesdienst vom Organisten Notreparaturen durchgeführt werden, um die schlimmsten Ausfälle zu vermeiden, was dennoch nicht immer gelingt. Dies hat gezeigt, dass auch eine aufwendige Restaurierung dieses Instrument nicht mehr dauerhaft musiktauglich machen kann.

Sind nicht heute elektronische Instrumente klanglich besser, zuverlässiger und billiger?
Diese Frage hat sich der Gemeindekirchenrat und die Gemeindeversammlung sehr ernsthaft gestellt. Im Juni 2003 wurde probeweise eine sehr hochwertige elektronische Orgel in der Kreuzkirche installiert und der Gemeinde im direkten Vergleich mit dem alten desolaten Instrument vorgeführt. Das Urteil der Gemeinde war eindeutig: Auf den Klang echter, von Luft geblasener Pfeifen wollen wir im evangelischen Gottesdienst nicht verzichten. Diesem eindeutigen Votum der Gemeinde kann sich der Gemeindekirchenrat nicht verschließen.

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Das Konzept

Unter Berücksichtigung der örtlichen, klimatischen und finanziellen Bedingungen hat die Orgelbauwerkstatt Weimbs aus Hellenthal/Eifel ein Konzept für eine neue Orgel entwickelt, die die Kirchenmusik der Evangelischen Gemeinde Deutscher Sprache im 21. Jahrhundert würdig repräsentieren wird. Es handelt sich um eine an die räumlichen Gegebenheiten angepasste Kompaktbauweise, bei der einerseits die Unterbringung des gesamten Werkes mit Ausnahme der Prospektpfeifen in einem Schwellkasten trotz begrenzter Registerzahl eine hohe dynamische Flexibilität ermöglicht. Andererseits ist durch die abgeschlossene Kastenbauweise eine hohe Erdbebensicherheit gegeben. Zudem ist gewährleistet, dass die Orgel bei einem eventuellen Kirchenneubau mit vertretbarem Aufwand in ein neues Gebäude übernommen werden kann. Zukunftsweisend ist auch das Konzept der Wechselschleifen, bei dem jedes der zehn Register wahlweise auf verschiedenen Klaviaturen gezogen werden kann. Auf diese Weise wird eine erheblich größere Anzahl an klanglichen Möglichkeiten erzielt als bei anderen Orgeln vergleichbarer Größe.
Der Gemeindekirchenrat hat sich nach dem Vergleich verschiedener Angebote für die Orgelbauwerkstatt Weimbs entschieden. Uns hat das auf den Kirchenraum liebevoll eingehende Konzept überzeugt. Prof. Thomas Meyer-Fiebig, einer unserer Organisten, hat sich in den letzten Jahren an mehreren Stellen in Europa von der hervorragenden musikalischen und technischen Qualität der Weimbsschen Instrumente – sowohl an Neubauten als auch an älteren Exemplaren – überzeugen können.

Und was soll die neue Orgel kosten?
Das Angebot, die abgebildete Orgel zu bauen, beläuft sich inklusive aller Nebenkosten auf ca. 180.000 Euro. Das ist viel Geld. Nicht zu viel, wie wir meinen. Gute Qualität hat ihren Preis, und bei einer für diese Orgel zu erwartenden Lebensdauer von mehr als einem halben Jahrhundert ist dies eine vertretbare Größe.
Wir bitten um Ihre Unterstützung
Der Neubau der Orgel ist eine Frage des Willens aller Gemeindemitglieder, Förderer und Freunde, um deren Unterstützung wir bitten.

Es bestehen verschiedene Möglichkeiten:
Einzelspenden sind jederzeit willkommen und werden seit einiger Zeit in unserer Orgelkasse gesammelt. Sie können uns aber auch mit einer Spendenzusage helfen: Sie sagen einen bestimmten Betrag zu, den Sie erst zahlen müssen, wenn der Orgelbau beginnt.

So könnte die neue Orgel aussehen


Übernehmen Sie die Patenschaft für eine Orgelpfeife!

Eine solche Patenschaft kann gestaffelt nach Größe der Pfeife zwischen 50.000 und 500.000 Yen übernommen werden.
Es wird auch Ihre Orgel sein!

Spenden können Sie bei der Kirchengemeinde abgeben oder auf eines unserer Konten unter dem Kennwort „New Pipe Organ“ einzahlen.
Spendenzusagen richten Sie bitte an unsere Pfarrerin Elisabeth Hübler-Umemoto oder den Vorsitzenden des Gemeindekirchenrates.

Fotostudien zum Orgelprojekt finden Sie hier. Für Fragen und Anregungen stehen Ihnen Pfarrerin Hübler-Umemoto und die Mitglieder des Gemeindekirchenrates gerne zur Verfügung.

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Zuletzt geändert am 14.01.2012